30.03.2020 //

Informationssammlung zu Coronahilfen

Verfügbare Maßnahmen am Beispiel Berlin

Soforthilfe: Corona-Zuschüsse durch Landes- und Bundesmittel:

Die Antragstellung für die Landes-und Bundesmittel(in einemgemeinsamen Antrag)ist seit Freitag, 27.03.2020, 13 Uhr möglich. Eine Warteliste finden Sie unter:
https://www.ibb.de/de/wirtschaftsfoerderung/themen/coronahilfe/corona-liquiditaetsengpaesse.html

  • Antragsberechtigt sind Solo-Selbständige und Kleinstunternehmen mit bis zu 5
    Beschäftigten und Betriebsstätte in Berlin, sowie Angehörige freier Berufe mit Sitz in
    Berlin

  • Im Bundesprogramm sind zudem Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten und einer
    Betriebsstätte in Berlin vorgesehen

  • Die Höhe der Soforthilfe beträgt:
    1. Unternehmen mit bis zu 5 Mitarbeitern: Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro aus Landesmitteln sowie zusätzlich bis zu 9.000 Euro aus Bundesmitteln.
    2. Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern: Zuschuss in Höhe von bis zu 15.000 Euro aus Bundesmitteln.

Diese Zuschüsse sind einmalig und müssen nicht zurückgezahlt werden.

Eine Antragstellung ist jeweils parallel zu den anderen genannten
Förderungen möglich. Der Antrag kann ausschließlich online im IBBKundenportal gestellt werden.

Folgende Angaben werden für die Antragsstellung benötigt:

  • Angaben zur Firma: Name, Straße, Postleitzahl und Rechtsform
  • Personalausweis oder Reisepass, die letzten fünf Ziffern der Ausweisnummer
  • Steuernummer
  • Bankverbindung der Firma: Internationale Bankkontonummer (IBAN)

Förderkredit der Investitionsbank Berlin (IBB):

Kreditanfragen an die IBB (bis 2,5 Mio. Euro) – mit Absicherung durch das
Landesbürgschaftsprogramm – können bereits gestellt werden. Auch hierfürfinden Sie eine
Warteliste auf der Homepage der IBB. Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine 72-StundenExpressbürgschaft. Die Hotline für Wirtschaftsförderung berät hierzu (Tel. 030 / 2125-4747, E-Mail: wirtschaft@ibb.de).

Folgende Angaben werden für die Antragsstellung benötigt (Vorlagen stehen auf der
Homepage der IBB zum Download bereit oder können über den Steuerberater eingeholt
werden):

  • Handelsregisterauszug
  • Gewerbeanmeldung
  • Auskunft “Politisch exponierte Person" (PEP) (Antragsteller und wirtschaftlich Berechtigte)
  • Selbsterklärung für nicht verflochtene / eigenständige Unternehmen bzw. Selbsterklärung
    für verflochtene Unternehmen (einschließlich Organigramm zu den Besitz- und
    Beteiligungsverhältnissen)
  • Unterschriftsprobenblatt der Berechtigten
  • Jahresabschlüsse der letzten zwei Jahre oder aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung
    inkl. Summen- und Saldenlisten oder Einnahmen-/Überschussrechnung
  • Liquiditätsplanung für 12 Monate
  • Personalausweis oder Reisepass, die letzten fünf Ziffern der Ausweisnummer
  • Steuernummer
  • Bankverbindung der Firma: Internationale Bankkontonummer (IBAN)

Förderkredit der KfW durch die Hausbank (Anmeldung durch die Hausbank):

Soweit Ihr Unternehmen seit 3 Jahren am Markt aktiv ist bzw. zwei Jahresabschlüsse
vorgewiesen werden können, kann ein KreditfürInvestitionenund Betriebsmittelbeantragt
werden. Dabei übernimmt die KfW einen Teil des Risikos der Bank. Das erhöht Ihre Chance,
eine Kreditzusage zu erhalten. Nach dem fünften Jahr am Markt werden noch bessere
Konditionen angeboten.

Folgende Angaben werden für die Antragsstellung benötigt (Vorlagen erhalten Sie von Ihrer
Hausbank:

  • Kurze Beschreibung Ihres Geschäftsmodells und des Finanzierungsbedarfes (ggf. der
    Auswirkungen der Pandemie auf Ihr Unternehmen)
  • Ermittlung des Kreditbedarfs anhand einer Maßnahmen- und Liquiditätsplanung für die
    nächsten 12 Monate
  • Vorschlag für den Eigenbeitrag der/des Gesellschafter(s)
  • Jahresabschlüsse oder Einnahmen-/Überschussrechnungen 2017 und 2018
  • Betriebswirtschaftliche Auswertung per 12/2019 inkl. Summen- und Saldenliste (oder
    Jahresabschluss 2019)
  • Sofern vorhanden: aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung von 2020
  • Unterschriebene Verbindlichkeitserklärung
  • Vertrauliche Selbstauskunft des Inhabers bzw. Hauptgesellschafters
  • Schufa-Revers des Inhabers bzw. Hauptgesellschafters
  • Letzter Einkommensteuerbescheid des Inhabers bzw. Hauptgesellschafters (sofern älter als
    24 Monate: letzte Einkommensteuererklärung)

Weitere Maßnahmen

Kurzarbeit: Das Wichtigste in Kürze:

▪ Für Arbeitnehmer eine Alternative zum Verlust des Arbeitsplatzes durch
betriebsbedingte Kündigung.
▪ Der Bezug von KUG ist bis zu 12 Monaten möglich.
▪ Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in
Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf KUG.
▪ Der Arbeitgeber muss während des KUG-Bezugs die vollen
Sozialversicherungsbeiträge und die Lohnsteuer tragen. Diese können
aber nunmehr unter erleichterten Bedingungen gestundet werden.
▪ Der Arbeitnehmer erhält 60% bzw. 67% des Lohnausfalls.
▪ Achtung: der Arbeitgeber darf nicht einfach Kurzarbeit anordnen! Die
Arbeitsagentur prüft, ob die arbeitsrechtlichen Voraussetzungen
eingehalten wurden.
▪ Wenden Sie sich diesbezüglich an die Agentur für Arbeit (Servicehotline
für Arbeitgeber: 0800 45555 20)
▪ Die Formulare zur Anzeige und Beantragung können direkt online
ausgefüllt oder bei der nächstgelegenen Arbeitsagentur eingereicht
werden (https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/arbeitgeberservice)
▪ Weitere Informationen finden Sie auch im Merkblatt
https://www.arbeitsagentur.de/datei/kug-corona-virus-infos-fuerunternehmen_ba146368.pdf
Auch sollten die Möglichkeit des Urlaubsausgleichs oder einer
Änderungskündigung bedacht werden.

Weitere Informationsquellen und Ansprechpartner für Unternehmen