04.07.2017 //

Vernetzte Köpfe – CONNECTED LIVING-Interview mit Dr. Stefan Hilgers - Vice President, International Product Management, Division Thermomix von Vorwerk

Mit der Entwicklung des Thermomix und des Staubsaugerroboters Kobold ist dem neusten Connected Living-Mitglied Vorwerk ein beeindruckender Schritt ins Zeitalter der Digitalisierung gelungen. In unserem Experteninterview haben wir mit Dr. Stefan Hilgers, Vice President, International Product Management, Division Thermomix, über die vernetzten Produkte von Vorwerk gesprochen. Erfahren Sie außerdem, welche Chancen, Potentiale und Anwendungsszenarien Dr. Hilgers im Vernetzten Leben der Zukunft sieht und wie sich das Unternehmen zukünftig aufstellt.

Herr Dr. Hilgers, welche Chancen und Potentiale bieten Ihrer Meinung nach die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung unserer Lebens- und Wohnwelten, insbesondere in den Bereichen Küche und Haushalt?

  • Sie bietet die Chance, Menschen das Kochen näher zu bringen, die eigentlich nur essen müssen. Dies hilft, die Komplexität zu reduzieren, nicht nur beim Kochen, sondern auch bei der Rezeptauswahl, der Beschaffung der Lebensmittel und bei der Sortierung der Rezepte.

Wohin wird sich die Vernetzte Küche zukünftig weiterentwickeln? Welche Anwendungsszenarien können wir in Zukunft erwarten?

  • Aus der Vielzahl von Standards werden sich die kundenfreundlichsten durchsetzen. Wer eine Vielzahl von ihnen beherrscht und für einfache Verbindungsmöglichkeiten sorgt wird erfolgreich bleiben.

Mit dem Thermomix ist Ihnen ein beeindruckender Schritt in Richtung Digitalisierung unseres Alltags gelungen. Was ist das Besondere am vernetzten Thermomix, wie kann er in digitale Ökosysteme eingebettet werden und welche Möglichkeiten von mehrwertstiftenden Anwendungen kann er dem Endkunden bieten? Was waren die größten Herausforderungen, die Sie bei der Entwicklung dieses intelligenten Produkts bewältigen mussten?

  • Mit dem Thermomix ist es uns gelungen ein System zu erschaffen, in dem Hardware und Software (Rezepte) des Produktes mit dem digitalen Ökosystem eine Symbiose eingehen und für den Kunden individuellen Mehrwert stiften können. Die relevanten Rezepte können ausgewählt werden, man kann die digitale Einkaufsliste weiterleiten, wenn gewünscht auch die ganze Woche planen. All dies muss letztendlich dem Kunden gefallen, vom Vertrieb einfach vorzuführen sein und bei unser einem Thermomix auf dem Punkt sein.

Nahezu alle Hersteller von Küchengeräten haben die Potentiale der Digitalisierung erkannt, entwickeln vermehrt digital vernetzte Produkte und Services und investieren in den Ausbau ihrer digitalen Kompetenzen. Wie schafft es Vorwerk, sich auch zukünftig einen Innovationsvorsprung zu sichern und digitale Produkte zu entwickeln, die einen eindeutigen Kundenmehrwert bieten?

  • Wir versuchen von den Besten aus aller Welt zu lernen und es auf unsere Bedürfnisse anzupassen, freuen uns hierbei auf die gemeinsame Zusammenarbeit innerhalb des Connected Living Netzwerkes. Mit Hilfe unserer 50.000 Repräsentantinnen, die im Haushalt unserer über 3 Mio TM5 Kundinnen den Thermomix vorführen, werden wir auf Unzulänglichkeiten hingewiesen. Dies gepaart mit einer Innovationskraft, die bei Vorwerk gefördert wird, wollen wir uns verbessern und Sachen neu erschaffen.

Herr Hilgers, haben Sie Ihr Zuhause und insbesondere Ihre Küche auch schon digital transformiert?

  • Der Thermomix mit Cook-Key wird von der Frau vorgeführt und verkauft, die Kinder nutzen ihn gemeinsam mit den Freunden. Der Vorwerk-Saugroboter kümmert sich um den Boden und das Licht wird digital den Wünschen der Anwesenden angeschafft. Viele Gadgets werden ausprobiert und verlassen dann auch schon mal unser Zuhause.

Interview mit Dr. Stefan Hilgers, vom 04. Juli 2017

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